Wie sich sieben Elefanten verstecken – Whale Watching auf Maui
Auf den ersten Ausflug hatte ich mich besonders gefreut, denn Wale anschauen macht man ja auch nicht alle Tage. Vor Mauis Küsten sollten riesige Buckelwale herumtreiben, ein Exemplar so schwer wie sieben ausgewachsene Elefanten.
Nun sollte man meinen, dass sich sieben ausgewachsene Elefanten mit dem Verstecken eher schwer tun. Aber die Buckelwale haben da durchaus Talent. Darum schlage ich vor, „Whale watching“ in „Where is the Whale?“ umzubenennen. Denn die meiste Zeit steht man über die Reeling gelehnt, um Ausschau nach den sieben Elefanten zu halten. In Form eines Buckelwals natürlich.
Während man also in das blaue Wasser starrt und hinter jeder kleinen Gischt eine Walfontäne vermutet, geht das Geschrei auf der anderen Seite des Bootes los. „Whale. Jumping.“ Oh, ein Buckelwal waren gerade aus dem Wasser gesprungen und ich stand – natürlich – auf der falschen Seite des Bootes. Ich rannte zu der besagten Stelle und starrte erneut ins blaue Nichts.
Die sieben Elefanten hatten sich wieder gut im Meer versteckt. Bis sie zu einem neuen Sprung ansetzten, diesmal auf der anderen Seite des Bootes. Mist, wieder verpasst. Doch der Wal war offensichtlich gerade in Sprunglaune, sodass ich den dritten Sprung tatsächlich nicht nur zu sehen bekam, sondern sogar auf Digicam bannen konnte. (Vergleiche das paar-Sekunden-Video. Man muss es nur oft genug anschauen, dann kann man in dem grauen Fleck so etwas wie einen Wal erkennen.)
Als der Wal nicht mehr springen wollte, winkte er etwa eine halbe Stunde lang mit der Rücken- und Seitenflosse. Was auch nicht zu verachten war. So haben wir von den sieben Elefanten zumindest die Rüsselspitze gesehen.
